Manfred Vogel, geboren am 8. Juli 1946 in Bottrop, war 1979 bis 1981 Wilhelm Lehmbruck Stipendiat. Seit dieser Zeit lebt und arbeitet der Künstler in Duisburg. Ehemals Meisterschüler von Gerhard Hoehme, nimmt er seit 1979 Lehrtätigkeiten wahr, zuerst an der FH Niederrhein, Krefeld, dann an der Kunstakademie Düsseldorf und heute als Professor an der Universität Duisburg-Essen, Fachbereich Kunst und Design, Essen. Er ist der erfolgreichste Duisburger Künstler der Gegenwart.
Die Kunst Manfred Vogels umfasst Malerei und Zeichnung, Fotografie und Typografie. Sie steht im Spannungsfeld von gestischer Linie und expressiver Farbform, individueller Befindlichkeit und politischer Botschaft. In das Gefüge der Kompositionen setzt der Künstler wiederholt „Widerhaken“ aus der Populärkultur, früher mehr und gezielt Zeitschriftenbilder und Schriftsätze, heute eher abstrakte/monochrome Fundobjekte.
Nach der Einzelausstellung seiner Malerei 1995 im Wechselausstellungsraum des Museums werden jetzt im Heerich-Raum ca. 70 Arbeiten auf Papier, ein Block früher Blätter und die Zyklen „Parisblätter“, 2002, und „Zu Ostern“, 2006, gezeigt. Beide Zyklen sind Arbeiten mit Ölfarbe und Kreide auf Papier.
Zur Ausstellung steht ein Saalzettel zur Verfügung. Darüber hinaus wird der Katalog "Manfred Vogel. Geräteturner von Geburt an", 130 Seiten, reich bebildert, mit zahlreichen Essays, u.a. von Peter Friese, Christoph Brockhaus, Manfred Schneckenburger und Sabine Schütz, hrsg. von der Galerie und dem Verlag Epikur, Wuppertal, zum Preis von 14,80 EUR, angeboten. (ISBN 3-925489-60-6)
Der Katalog dokumentiert den Ausstellungszyklus "Manfred Vogel. Geräteturner von Geburt an", der in der ehemaligen Reichsabtei, Aachen/Kornelimünster, im Kunstverein Augsburg, im Kunstmuseum Alte Post, Mülheim an der Ruhr, in der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg, in der Universität Duisburg-Essen und der Galerie Epikur, Wuppertal, gezeigt wurde und wird.